Wasser muss weg

  • 16. September 2005
580 486 Fliesen Pees

Terrassen- und Balkonböden mit der Bauphysik errichten

Ob Terrasse oder Balkon: An schönen Tagen sind sie einfach eine wunderbare Möglichkeit, im Freien Erholung und Abstand von Alltagsstress zu gewinnen.
Dazu müssen Terrasse und Balkon allerdings auch in Ordnung sein. Doch rissige Beläge, Stolperfallen durch wackelige Bodenplatten oder sogar ernste statische Probleme, speziell bei Balkonen hervorgerufen durch marode Böden, sind leider keine Sicherheit.

„Derartige Probleme resultieren durchweg aus mangelhafter Entwässerung“, weiß Fliesenlegermeister Hans Pees. Mangelhafte Entwässerung bedeutet: Regenwasser fließt nicht richtig ab, staut sich in der Terrasse. „Das muss man nicht einmal an der Oberfläche sehen. Das geschieht im Verborgenen“, so Pees.

Doch ein Wasserstau hinterlässt spätestens im folgenden Winter seine gnadenlosen Spuren: Die Staunässe gefriert und sprengt Platten, lässt die Terrasse zu einem Trümmerfeld werden. Also ist der Winter Schuld? „Nein, es ist die Sonne. Denn bei Terrassenbelägen, die die Nässe nicht richtig ableiten, entsteht durch Hitze und die Staunässe der so genannte Dampfkesseleffekt. Er macht das Material Schritt für Schritt spröde und sorgt dafür, dass der Frost hinterher leichtes Spiel hat“, so der Fliesenlegermeister. Eine große Anzahl von Terrassen- und Balkonbesitzern hat sich deshalb damit abgefunden, dass alle Jahre wieder eine grundlegende und kostspielige Renovierung nötig ist.

Fragt man Fachmann Pees, dann entlarvt er diesen Fatalismus allerdings als Irrglauben: „Terrassen halten natürlich eine sehr lange Zeit, etwa 25 Jahre, wenn wir fachgerecht mit der Bauphysik und nicht gegen sie arbeiten.“

Mit der Bauphysik arbeiten bedeutet, dass schon der Aufbau einer Terrasse über die spätere Haltbarkeit entscheidet. „Wir benötigen natürlich Gefälle, durch einen Estrich oder Beton. Durch das Gefälle wird die Feuchtigkeit abgeleitet. Und sie muss schnell abgeleitet werden. Das ist die wichtige Voraussetzung.“ Aber selbst das beste Gefälle hilft nicht, wenn die darüber liegende Schicht nicht in der Lage ist, Feuchtigkeit weiterzuleiten. Damit dies auch tatsächlich geschieht, setzt Fachmann Pees auf moderne Technik des Herstellers Gutjahr: auf Entwässerungssysteme, die beim Terrassenbau eingearbeitet werden und gewährleisten, dass Staunässe der Vergangenheit angehört.„Diese Drain- und Verlegesysteme bieten dem Kunden optimale Voraussetzungen dafür, dass die Freude an Terrasse und Balkon über Jahrzehnte erhalten bleibt. Und weil diese Produkte so ausgereift sind, können wir als Fachbetrieb beispielsweise fünf Jahre Garantie auf die Ausführung von Terrassenarbeiten geben“, erklärt Hans Pees.

Das Prinzip dieser Drain- und Verlegesysteme ist so genial einfach wie effektiv: Verrottungsfester und tragfähiger Kunststoff wird so in den Terrassenaufbau mit eingebracht, dass Regenwasser durch kleine Rinnen sofort von der Terrasse weg geleitet wird. Auf diese Weise kann Staunässe erst gar nicht entstehen. Und ohne Staunässe kein Dampfkesseleffekt. Und ohne Dampfkesseleffekt auch keine Frostschäden.

„Allerdings“, so Fliesenleger Hans Pees, „muss man natürlich auch mit derartigen Materialien arbeiten können und die nötige Erfahrung mitbringen.“ Mehr als einmal habe er Hilferufe von Terrassenbesitzern bekommen. „Diese Leute hatten sich ihren Freisitz von einem x-beliebigen Ein-Mann-Unternehmen ohne jegliche Referenzen für viel Geld herrichten lassen. Ein Jahr später kamen wegen falscher Materialverarbeitung trotzdem alle Platten hoch, aber die Ich-AG gab es schon längst nicht mehr, und die Kunden blieben auf dem Schaden sitzen.“

Ruhr Nachrichten, 16.09.2005